Test: Cooler Master MasterKeys L PBT

Die mechanischen Tastaturen der Serie Cooler Master MasterKeys PBT haben ein herausragendes Feature: hochwertige Tastenkappen aus PBT.
Wie gut die MasterKeys L PBT ist und was sie außer speziellen Keycaps noch zu bieten hat, lest ihr hier im Test bei Mecha-Blog.

Cooler Master MasterKeys PBT von oben.
Cooler Master MasterKeys PBT von oben.
EigenschaftBeschreibung
LayoutUS-ANSI
(auch in ISO-UK und ISO-Nordic)
SchalterCherry MX Browns
(angekündigt auch Red, Blue, Green, Speed Silver)
Anschlussmicro-USB
Kabel1,5 m; abnehmbar, sleeved
Key RolloverNKRO
Maße (BxTxH) [cm]
(lt. Hersteller)
44,0 x 13,7 x 2,8
Masse1040 g (ohne Kabel)
BesonderheitenPBT-Tastenkappen,
Makros
Preis (UVP)109,95 €

Die MasterKeys PBT in den Größen L und S (Fullsize und Tenkeyless) ist der neueste Zuwachs bei den Tastaturen von Cooler Master. Die Modelle verzichten auf Beleuchtung, bringen aber hochwertigere Tastenkappen (aus PBT) mit.

Im Lieferumfang finden wir neben der Tastatur selbst eine Kurzanleitung, ein ca. 1,5 m langes gesleevtes micro-USB-auf-USB-Kabel und sieben rote ABS-Ersatztastenkappen. Dazu kommt noch ein einfacher Kappenabzieher aus Kunststoff (quasi im iOne-Stil). Das finde ich etwas schade, da Cooler Master bei früheren Modellen schon qualitativ hochwertigere Abzieher mit stabilem Draht (quasi Filco-Stil) mitgeliefert hat.
Eine Handballenauflage ist wie gewohnt nicht dabei, aber der Hersteller bietet auch günstige Schaumstoffmodelle in passender Größe an.

Design und Optik

Rückseite der MasterKeys L PBT.
Rückseite der MasterKeys L PBT.
Vorderseite
Vorderseite
Seite mit eingeklappten Füßchen
Seite mit eingeklappten Füßchen

Die PBT-Modelle fügen sich optisch nahtlos in das Portfolio von Cooler Master ein. Das Design ist schlicht und funktional, es wird kein Platz verschwendet. Ein kleiner Unterschied findet sich auf der Rückseite: der micro-USB-Anschluss ist nicht mehr in der Mitte, sondern beim Nummernblock zu finden.
Die Metallplatte, die für mehr Stabilität sorgt, ist übrigens schwarz, im Gegensatz zu einigen beleuchteten Modellen von CM, die weiße Platten haben.

Seite mit aufgestellten Füßchen
Seite mit aufgestellten Füßchen

Auf der Oberseite des Keyboards sehen wir matten Lack, der etwas empfindlich zu sein scheint.
Auf der Unterseite gibt es die üblichen zwei gummierten Standfüße zum Erhöhen des Anstellwinkels und vier große Gummipads, die Rutschen auf dem Tisch effektiv verhindern. Kabelkanäle o.ä. sind nicht vorhanden.

Unterseite
Unterseite

In Sachen Stabilität, Verwindungssteifigkeit und Verarbeitung sind wir ja von Cooler Master bereits gutes gewohnt. Auch die MasterKeys L PBT enttäuscht hier nicht.

Schalter und Technik

Mitgeliefertes Zubehör
Mitgeliefertes Zubehör

Bitte beachten: die hier gezeigte Version mit deutschem Layout und Cherry MX-Greens ist im Handel so nicht erhältlich. Es handelt sich um ein Vorserienmodell der MasterKeys L PBT, das gegenüber dem finalen Produkt hellere LEDs aufweist (was offenbar eine gute Idee ist, wenn man die LEDs hier leuchten sieht ;))
Nach Produktion dieser Vorserie entschied man sich bei Cooler Master dagegen, die PBT-Tastatur im ISO-DE-Layout zu veröffentlichen.

Beim europäischen Hersteller-Shop ist derzeit die Variante MasterKeys S PBT ohne Nummernblock (TKL) ist im US-ANSI-Layout für eine UVP von 99,95€ mit Cherry MX Blues, MX Browns und MX Greens erhältlich. Die L PBT mit Nummernblock gibt es mit MX Browns für 109,95€.
Auf der Herstellerseite sind für beide PBT-Tastaturen die Schalter Brown, Red, Blue, Green und Silver verzeichnet. Die Sprachlayouts ISO-UK und ISO-Nordic sind neben dem amerikanischen US-ANSI ebenfalls angekündigt.

Die Übersicht zu Cherry-Schaltern findet ihr hier. Die MX Greens sind Schalter mit „Klick“ wie die MX Blues, haben aber eine stärkere Feder.
Spielen und Tippen kann man mit der MasterKeys L PBT erwartungsgemäß sehr gut. Allerdings bin ich persönlich eher ein Fan von leichtgängigeren Schaltern. Vom gefürchteten Pingen, einem hallenden Nachklang von Schalterfedern, bleiben wir verschont.

Stabilizer und Schalter unter der Leertaste

Technisch ist auch ohne Beleuchtung einiges geboten: Ein 32-bit ARM Cortex M0 sorgt für geringe Latenzen und NKRO bzw. einstellbar 6KRO. Die Polling-Rate liegt bei 1000 Hz, die Repeat-Rate kann zwischen 1x und 8x verstellt werden.
Das Layout kann per Tastenkombination zwischen verschiedenen Betriebssystemen und auch zwischen QWERTY, DVORAK und WORKMAN gewechselt werden.
Das geht alles „on the fly“, also direkt an der Tastatur und ohne Zusatzsoftware.

Tastenkappen

Tastenkappen (von links nach rechts): ABS, ABS, PBT (CM PBT), PBT

Wichtigster Punkt bei dieser Tastaturreihe sind jedoch die hochwertigen Tastenkappen aus PBT.

Was ist denn überhaupt PBT? In diesem Artikel gehen wir auf verschiedene Arten von Tastenkappen ein. Aber um noch mal kurz zu rekapitulieren:
PBT (Polybutylenterephthalat) ist ein für Spritzguss geeigneter Thermoplast und gehört zu den Polyestern. ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) ist ebenfalls ein Thermoplast, aber ein Terpolymer. Beide Kunststoffe werden für Tastenkappen eingesetzt, ABS weitaus häufiger.
Als hochwertiger und teurer gilt jedoch PBT. Es nutzt sich wesentlich langsamer ab: Spuren sind i.d.R. noch unsichtbar, wenn sich bei ABS schon glänzende Stellen zeigen. Auch finden viele Enthusiasten das Gefühl der PBT-Keycaps angenehmer.

Tastenkappen, von links nach rechts: ABS der CM Novatouch, ABS Zusatzkappe der MasterKeys PBT, PBT-Kappe der Mas
Tastenkappen, von links nach rechts: ABS der CM Novatouch, ABS Zusatzkappe der MasterKeys PBT, PBT-Kappe der MasterKeys, KBT Rainbow PBT

CM gibt eine Dicke von 1,5 mm an, was fast das doppelte üblicher ABS-Kappen (0,8 mm) darstellt. Das ergibt auch gleich einen satteren Tippsound.
Auf dem obigen Bild sieht man auch sehr schön, dass die „A“-Tastenkappe der Cooler Master MasterKeys L PBT nicht nur deutlich dicker ist als die mitgelieferte rote Ersatzkappe aus ABS und die ebenfalls aus ABS bestehende schwarze Tastenkappe der Cooler Master Novatouch, sondern auch dicker als die entsprechende PBT-Keycap aus dem recht preiswerten KBT Rainbow Set.

Die Schriftart (font) ist recht traditionell und sehr gut ablesbar. Das Tippgefühl auf den Tastenkappen von CM ist hervorragend.
Positiv hervorzuheben ist auch die standardmäßige Bottom Row. D.h. sollte man die Keycaps tauschen oder auf einer anderen Tastatur anbringen wollen, wird dies durch die konventionellen Tastenbreiten der untersten Tastenreihe erleichtert.

Fazit: Cooler Master MasterKeys L PBT

Verpackung des Vorserienmodells
Verpackung des Vorserienmodells

Bessere Tastenkappen sind seit jeher eine Forderung der Community. Mal wieder hört Cooler Master auf die potentielle Kundschaft und bringt Fullsize- und Tenkeyless-Tastaturen mit PBT-Kappen. Das ist sehr löblich.
Allerdings wird sich wohl zeigen müssen, ob auch genug Nicht-Enthusiasten auf die derzeit sehr beliebte Tastenbeleuchtung verzichten wollen.

Die Tastenkappen und die restliche Tastatur sind jedenfalls sehr gut und der Preis ist dafür gar nicht schlecht. Schade nur, dass es die MasterKeys PBT nicht in deutschem Layout im Handel gibt.

Vielen Dank an Cooler Master Europe für das Bereitstellen der MasterKeys L PBT für diesen Test!

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7 Gedanken zu “Test: Cooler Master MasterKeys L PBT

  1. Kein Wort über klappernde große Tasten, die mit diesem Metallbügel geführt werden (Space, Enter, …)?! Ich hatte die TKL-Version und war entsetzt wie scheußlich das geklapper dieser Tasten war – ein absolutes NoGo für mich, vor allem da das bei der alten Version deutlich besser ist.

  2. Finde ich echt schade, dass es keine Tastaturen mit deutschem Layout (ISO-DE) wie die hier gezeigte und Nischen Switches wie MX Green oder MX clear | white | grey zu kaufen gibt. Überall nur blue und brown…

    Würde eine ‚Ducky one PBT‘ mit backlight (oder was ähnliches) mit MX clear (oder green) und deutschen PBT suchen, finde aber nichts……

  3. Gibt es PBT caps für den CM Masterkeys RGB? oder für dieses hier? Natürlich bezieht sich meine frage auf DE-ISO caps. Ich habe schon eine Tastatur von CM und finde die sehr gut.

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