Review: Xbox One Elite Controller

Die Mecha unter den Controllern? Mecha-Blog.de testet den Microsoft Xbox One Elite Wireless Controller an der Xbox One und am PC!

Xbox Elite Controller: noch in der Verpackung
Xbox Elite Controller: noch in der Verpackung

Auf der Gamescom 2015 hatte ich dieses Gamepad zum ersten Mal in der Hand. Bereits zu diesem Zeitpunkte plante ich einen Test hier auf dem Mecha-Blog. Auch die Leser wollten einen solchen, wie den Kommentaren zu entnehmen war. Hier ist er nun endlich:

Gedacht ist der Elite-Controller für ambitionierte Spieler an der Xbox One. Klar kann der er auch am PC (Windows 7, 8.1, 10) verwendet werden, entweder mit micro-USB-Kabel angesteckt oder mit dem einzeln erhältlichen Wireless-USB-Adapter von Microsoft.

Ein Akku ist nicht im Lieferumfang enthalten, das Play-&-Charge-Kit muss weiterhin separat erworben werden. Immerhin ein hübsch schwarz-grün gesleevtes micro-USB-Kabel wird mitgeliefert.

Transporttasche mit Inhalt
Transporttasche mit Inhalt

Was ist sonst noch dabei? Eine nette Transporttasche mit Reißverschluss, sechs verschiedene Analogsticks (drei verschiedene Höhen, zwei verschiedene Köpfe), vier Paddles, zwei D-Pads.

Die austauschbaren Teile können vom Benutzer sehr einfach gewechselt werden und sind magnetisch befestigt. Wie und ob man die Paddles anbringt ist einem dabei auch selbst überlassen.

 

Die Paddles auf der Unterseite machen sich im Test gleich bei Forza Motorsport 6 bezahlt, das manuelle Schalten geht so viel leichter und schneller von der Hand. Außerdem fühlt es sich ein wenig wie Schaltwippen am Lenkrad an, was hervorragend zum Spielgefühl beiträgt.

Austauschbare Analogsticks und D-Pads beim Elite Controller.
Austauschbare Analogsticks und D-Pads beim Elite Controller.

Großes aber gefühlt selten beachtetes Highlight: die erweiterten Einstellmöglichkeiten per App an der Xbox One und auch am PC – dort allerdings nur mit Windows 10. Der Wahlschalter am Controller dient dabei dem schnellen Wechsel zwischen zwei Profilen und hat nichts mit „Spieler 1 oder Spieler 2“ zu tun.
Die vier Rumble-Motoren inkl. Impulse-Trigger funktionieren wie gewohnt, die Intensität des Rüttelns lässt sich auch per App verändern.

Auch wie bei den aktuellen Gamepads von Microsoft für die Xbox One üblich gibt es neben dem proprietären Anschluss für Zubehör auf der dem Spieler zugewandten Seite einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Elite Controller von unten
Elite Controller von unten

Der Grip ist hervorragend, was hauptsächlich an den gummierten Griffunterseiten liegt. Aber grundsätzlich finde ich persönlich die Form des Xbox-One-Controllers auch in der Standardversion sehr angenehm.
Der Controller ist übrigens etwas schwerer als die normale Variante, was aber nicht störend auffällt. Die Softtouch-Oberfläche ist ziemlich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, was für diese Art Finish ja nicht gerade typisch ist.
Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, es knarzt und quietsch nichts.

Die metallisch aussehenden Trigger und Schultertasten fühlen sich auch so an. Allerdings bestehen sie nicht vollständig aus einem Metall, sondern aus einigermaßen dick beschichtetem Kunststoff.
Als Hardware-Einstellmöglichkeit lassen sich die Trigger mit einem soliden grünen Schieber auf der Unterseite je einzeln zwischen langem (normalem) und kurzem Weg umschalten. Zum genaueren Dosieren von Gas und Bremse blieb ich nach kurzer Testphase aber doch bei der Standardeinstellung.

Zwei Kritikpunkte habe ich dann doch noch: Erstens hat der Elite Controller keine Infrarot-LEDs mehr wie die normalen Xbox-One-Controller, die Tracking durch Kinect und automatisches Pairen erlauben würden.
Zweitens sind die Buttons ABXY allesamt grau – nicht grün/rot/blau/gelb wie beim normalen Controller. Offenbar brauchen „Elite-Gamer“ die Farben nicht, aber ich fand und finde die immer hilfreich…

Fazit: Xbox One Elite Controller

Elite Controller
Elite Controller

Der Preis von 149,99€ ist hoch, die Verfügbarkeit ist mittelmäßig bis schlecht – die Nachfrage riesig. Der Elite-Controller ist auf jeden Fall spürbar besser als der normale Xbox-One-Controller. Die echten Vorteile im Spiel halten sich aber in Grenzen.

Die Mecha unter den Controllern? Die Mecha unter den Controllern! Da bedeutet aber auch: nicht jeder will ihn, nicht jeder braucht ihn. Aber hat man sich erst mal dran gewöhnt, will man nie wieder zurück.

11 Gedanken zu „Review: Xbox One Elite Controller“

  1. Danke für das Review. Beim einbinden der Bilder scheint wohl was schief gelaufen zu sein, ich jedenfalls kann sie nicht sehen (nur das kleine neben dem Fazit).

    Für mich ist ein weiterer Kritikpunkt, dass die App nur mit Windows 10 läuft, was mir so schnell aber nicht auf den PC kommt.

    Auch gefällt mir nicht das die Hälften nur noch geclippt sind, nicht mehr verschraubt wie noch beim 360er. Da ich derzeit „nur“ 360er habe, war stets meine erste Handlung bei diesen die Vibrationsmotoren zu entfernen, da ich sie schlicht nicht brauche. Das stelle ich mir beim One+Elite schwieriger vor.

    Danke nochmals! 🙂

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    • Also bei mir gehen die Bilder, es gibt insgesamt 5.
      Vibration kann man in den Einstellungen deaktivieren, hat man aber „nur“ Windows 7 hilft das natürlich nicht viel.

      Ich find den One-Controller halt angenehmer zu halten als den 360er, u.a. auch weil keine Löcher für Schrauben drin sind.

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  2. Nun ja, generell ist ein verschraubtes Gehäuse immer besser als ein Geclipptes, zumindest für den User. Ansonsten aber ein sehr schönes Gerät, das MS da entwickelt hat.

    * habe das gleiche Problem mit den Bildern wie Trimi. 😉

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    • Klar, wenn man selber warten will sind Schrauben einfach zugänglicher.
      Sehr seltsam…. Die Bilder gehen bei mir auf Safari und Tor am MacBook sowie auf Edge am Lumia mit W10M, eingeloggt und ausgeloggt.

      Und ja, in einem Bild sind die Paddles „falsch“ herum drin. Ich wollte nur zeigen dass das auch geht 😉

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  3. Also als Thumbnail ist nur das letzte Bild korrekt zu sehen. Bei den anderen sieht man nur den Text, den man aber anklicken kann und dann öffnet sich das Bild.

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    • Danke für die Info. Ich hab aber wie gesagt das Problem nicht, welchen Browser benutzt du?

      Hab jetzt dem letzten Bild auch noch eine Bildunterschrift hinzugefügt. Wenn das jetzt auch verschwunden ist, stimmt was mit dem WordPress nicht…

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  4. Habe gerade gesehen, daß das Gleiche auch in anderen Beiträgen passiert: die meisten Bilder sind weg bzw. nur noch deren Text vorhanden. 🙁
    (Firefox/Win7)

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