Review: Vortex- und Tai-Hao-Doubleshots

Es gibt doch nichts über einen neuen Satz Tastenkappen. Ein kurzer Boxenstop und der alte Weggefährte auf dem Schreibtisch präsentiert sich in einem vollkommen neuen Gewand. Gerade zu Anfang wird man sich aber auch denken: Es gibt doch nichts über einen Satz besserer Tastenkappen.
Denn in fast allen Fällen sind die Standardkappen aus billigem ABS-Plastik und sehen schon bald nicht mehr so schön aus, wie am Anfang. Also müssen Kappen aus PBT her. Die Unterschiede im Material  haben wir schon erläutert. Kurz und knapp lässt sich sagen: PBT wird ABS vorgezogen, da Kappen aus PBT keine so schnellen Abnutzungserscheinungen haben.

Aber ist PBT gleich PBT? Dem möchte ich an dieser Stelle anhand meiner eigenen noch sehr bescheidenen Sammlung an Kappen auf den Grund gehen. Ich muss dazu sagen, dass meine Mechas und daher auch meine Kappen alle im ANSI-Layout sind. Vorstellen möchte ich dabei das Kappenset von Tai-Hao, die Vortex-Doubleshots und, weil ich gerade dabei bin, die Standardkappen der Poker II. Die Tai-Hao Kappen gibt es sogar in ISO-DE und die Vortex Kappen sollen dank des Interest Checks von VERGiL auch bald im deutschen Layout erscheinen – sogar lichtdurchlässig, für beleuchtete Tastaturen. Auch die Poker III, die ähnliche Kappen wie ihr Vorgängermodell besitzt, ist im deutschen Layout erhältlich.
Falls Massdrop meine georderten Cherry thick-pbt-Kappen irgendwann mal verschickt, werde ich dazu ein kleines Update schreiben.

Vortex-Doubleshots

Die Doubleshot Legenden haben einen ausgezeichneten Kontrast.
Die Doubleshot Legenden haben einen ausgezeichneten Kontrast.

Fangen wir an mit den Vortex-Doubleshots: Ich habe mir die weißen Kappen mit blauem Font bestellt. Erhältlich sind sie zudem in schwarz und weiß und auch als lichtdurchlässige Variante.
Die Kappen fühlen sich gut und wertig an. Nicht rau, aber auch nicht aalglatt. Ein gutes Mittelmaß, würde ich sagen. Die Doubleshot-Legenden sind sehr groß, was mich zunächst auf den Bildern abgeschreckt hat. Mittlerweile muss ich aber sagen, dass mir die Beschriftung doch zusagt. Der Kontrast ist sehr gut und die Beschriftung ist auch ohne Tastaturbeleuchtung gut zu lesen. Lichtdurchlässig ist die Beschriftung allerdings nicht. Das heißt, hat man eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, scheinen die Kappen, die Beschriftung wird allerdings nicht beleuchtet.
Von der Dicke sind die Vortex-Kappen in etwa gleichauf mit den Poker-II-Kappen, vielleicht ein wenig dicker. Es gibt sicherlich dickere Kappen, aber im Vergleich zu den Standardkappen sind sie wirklich ein gutes Upgrade. Sie sind ein sehr beliebter und dementsprechend häufig wiederkehrender Drop bei Massdrop – allerdings nur im ANSI-Layout.
Für Updates zur ISO-Version einfach regelmäßig hier im Mecha-Blog vorbeischauen 😉

Die Kappen auf einer CM NovaTouch.

Tai-Hao-Doubleshots

Die Tai-Hao Doubleshots in freier Wildbahn.
Die Tai-Hao-Doubleshots in freier Wildbahn.

Weiter geht es mit den Tai-Hao-Doubleshots. Hier habe ich mich für die Farbkombination orange/schwarz entschieden.
Im Vergleich zu den Vortex fällt sofort auf, dass die Oberfläche viel rauer ist. Die Kappen fühlen sich fast ein bisschen klebrig an, wobei ich noch nicht sagen kann, ob sich das noch gibt – oder es erst mal einer gründlichen Reinigung bedarf. Nach meinem persönlichen Geschmack fühlen sie sich nicht so gut an wie die Vortex Doubleshots.
Auch die Beschriftung überzeugt mich nicht so ganz. Der schwarze Font auf den orangenen Kappen sieht sehr gut aus, andersrum finde ich den Kontrast allerdings nicht so gut gelungen. Zudem sind sie wirklich sehr dünn, lediglich ein bisschen dicker als die meisten Standard-ABS-Kappen.

Verpackung und Zubehör.
Verpackung und Zubehör.

Positiv hervorheben möchte ich die unterschiedlichen Modifier und die 6,5U-Leertaste, sowie die zwei beiliegenden Keycap-Puller. Außerdem sind sie derzeit, wie gesagt, auch in ISO-DE erhältlich – für den doppelten Preis und einen Bruchteil der Lieferzeit.

 

Tai auf Nova
Tai-Hao Doubleshtos einer CM Novatouch.

Poker II

Und schließlich noch die Kappen der Poker II in freier Wildbahn.
Und schließlich noch die Kappen der Poker II in freier Wildbahn.

Nun noch ein paar Worte zu den Kappen der Poker II. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass es sich hierbei um mitgelieferte PBT-Kappen handelt.
Wie bei den Vortex-Caps bereits angesprochen, geben sie sich im Vergleich nicht viel in der Dicke. Die Rauheit der Oberfläche liegt für mich zwischen den Vortex und den Tai-Haos.
Das einzige, was wirklich stört ist die Beschriftung. Im Gegensatz zu den Kappen von Vortex und Tai-Hao handelt es sich bei den Standardkappen der Poker 2 nämlich nicht um Doubleshots. Die Legenden sind top- und teilweise front- printed. Soll heißen: schlechterer Kontrast und zunehmende Abnutzungserscheinungen.
Also auch Besitzer einer Poker II oder Poker III sollten den Kauf eines zusätzlichen Kappensets nicht ausschließen.

Fazit

Titelbild
Keycap-Sets im Einsatz.

Abschließend kann ich mich nur sehr positiv über die Vortex-Kappen äußern, den Tai-Haos allerdings nur eine bedingte Kaufempfehlung aussprechen.
Erstere wirken für mich sauber hergestellt, sie fassen sich gut an und haben einen guten Farbkontrast – rundum ein solides Upgrade, zu dem ich allen Mecha-Besitzern rate, die über eine passende untere Tastenreihe verfügen. Allen anderen rate ich an dieser Stelle selbstverständlich zum Besuch unserer Kaufberatung auf Computerbase oder Hardwareluxx und zum Kauf einer weiteren Mecha.
Die Tai-Haos empfehle ich nur jenen, die sich in die Farbkombination orange/schwarz verliebt haben.
Der suboptimale Kontrast der schwarzen Kappen trübt das optische Gesamtbild etwas, die Kappen sehen aber auf jeden Fall sehr chic aus. Für den Preis von 60 Euro wird man aber vermutlich auch die Vortex-Kappen hier in Deutschland beziehen können.

Weiterhin gibt es bei Caseking noch Ducky-PBT-Kappen, die ich allerdings nicht selbst besitze. Auf Computerbase gibt es dazu aber ein User-Review, das sich durchaus positiv über die Kappen äußert. Wer auf weniger schlichte Kappen steht, der hat mit den Ducky-PBT-Kappen bestimmt eine gute Alternative zu den Tai-Haos – sofern sie bei Caseking wieder vorrätig sind.

7 Gedanken zu “Review: Vortex- und Tai-Hao-Doubleshots”

  1. Kann ich bestätigen, denn ich habe auch die weiß-blauen Vortex Doubleshots auf meiner Filco.
    Ein würdiges Upgrade von den Standard-Filco ABS Tastenkappen.

  2. Die Vortex sind schick, afaik hab‘ ich bei DT mal Bilder von 80er Cherrycaps in gleicher Farbcombo für italienisches Layout gesehen.

    „Im Vergleich zu den Vortex fällt sofort auf, dass die Oberfläche viel rauer ist.“
    Das gibt sich – irgendwann (:
    Bei meinem „neuesten“ Satz Cherry-2Shots von einer Ü30-G81 sind NUR die Pfeiltasten und eine Hälfte der Entertaste spiegelglatt, der Rest hat immernoch Struktur – Grund vermutlich Doom&Co.

  3. Ich würde mich über schlichte Doubleshots mit weißer Schrift auf schwarzem Grund freuen. Ich hoffe, sowas gibt es demnächst mal bezahlbar im ISO-DE-Format. Backlit-Doubleshots wären sicher auch akzeptabel, als ISO-Nutzer nimmt man halt was man kriegt^^.

  4. Vortex ist der Hersteller der Poker Tastaturen, mit Sicherheit such Hersteller der Poker Caps – würde also behaupten da gibt es keinen großen Unterschied bei den Doubleshot-Caps und den Poker Caps. Vielleicht gibts das Poker4 ja mit PBT Doubleshots und zusätzlichem Front-Print ;))

    Abgesehen davon ist mein Poker das einzige Keyboard, bei dem ich nicht die Caps tauschen wollte ….

    • Der Unterschied ist, wie du schon gesagt hast, die Poker Caps sind keine Doubleshots. Finde die Beschriftung sieht schon sehr billig aus und wird sich auch mit der Zeit abnutzen. 😀

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