Review: Cooler Master Quickfire Rapid-i

Die Quickfire Rapid-i von Cooler Master ist eine TKL-Tastatur und ähnelt äußerlich der Novatouch. Ob die Rapid-i empfehlenswert ist und was die Unterschiede sind, erfahrt ihr hier im Review von Mecha-Blog.de. (Kleiner Tipp: weiße Beleuchtung.)

Allgemeines und Daten

Rapid-i von oben
Rapid-i von oben
Verpackung der Rapid-i
Verpackung der Rapid-i

In der kompakten Verpackung findet sich neben der Rapid-i selbst (der volle Name lautet „Cooler Master CM Storm Quickfire Rapid-i“) ein gesleevtes micro-USB-auf-USB-Kabel (Länge 1,8 m), ein Tastenkappenabzieher aus Plastik, ein User Guide und eine Schnellanleitung zur „Verwaltung der Hintergrundbeleuchtung“ (sic!).

EigenschaftBeschreibung
LayoutISO-DE, TKL (80%)
SchalterCherry MX Red (auch mit MX Brown oder MX Blue erhältlich)
AnschlussmicroUSB
KabelmicroUSB-auf-USB, 1,8m, abnehmbar und gesleeved
Key RolloverNKRO
Maße (BxTxH) [cm35,9 x 13,8 x 3,9
Masse932 g
Besonderheitenweiße Beleuchtung
verstellbare Repeatrate
Preis99 € (UVP)

Cooler Master gibt auf die Rapid-i zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung durch den Händler zwei Jahre Herstellergarantie.

Design und Äußeres

Unterseite der Rapid-i
Unterseite

Die Rapid-i wird von Cooler Master nur als Tenkeyless (also ohne Nummernblock, auch bekannt als 80%-Layout) angeboten. Auf den ersten Blick unterscheidet die ziemlich schlichte Tastatur dabei nichts von ihrer Topre-Verwandten von Cooler Master, der Novatouch. Auch sie verfügt über dasselbe Obercase mit leicht „geometrisch-modernen“ Einschlägen auf der Hinterseite, welches dort aber glatt beschichtet ist.
Auch findet sich an der Hinterseite der micro-USB-Anschluss zur Verbindung mit dem Computer und das einzige sichtbare Branding.

Rückseite
Rückseite der Rapid-i.
Vorderseite
Vorderseite

c137_CM-Rapidi_seite-upDie matte Softtouch-Oberfläche ist wohl eine Geschmacksfrage, wenigstens ist sie für Fingerabdrücke nicht ganz so anfällig wie so manch andere dieser Art. Dafür glänzt das Gehäuse mit sehr guter Verwindungssteifigkeit und sehr geringem Nachgeben auch bei höherem Druck.

c137_CM-Rapidi_seite-downAuf der Unterseite sieht man zwei von vier Schrauben, die das Obercase halten. Zusätzlich versteckt sich noch je eine hinter dem QS-Aufkleber und dem Typenschild. Daneben finden sich zwei Aufstellfüßchen, welche den Anstellwinkel von ca. 5° auf ca. 10° (gemessen an der Oberkante) erhöhen.
Die Rutschfestigkeit ist genau wie bei der Novatouch hervorragend, da es vier recht große Gummipads gibt. Auch bei ausgeklappten Standfüßchen leidet sie kaum, da diese ebenso gummiert sind.

Navigationscluster
Navcluster

Medientasten sind als Doppelbelegung auf dem Navcluster vorhanden und so auch einhändig (Daumen auf Fn) gut zu erreichen. Auf den Tasten F9 bis F12 können insgesamt vier Beleuchtungs- bzw. Einstellungsprofile gespeichert werden. Über die Kombination Fn+Druck können die Windowstasten deaktiviert werden.

Switches

Im vorliegenden Testmuster der CoolerMaster Rapid-i sind originale Cherry MX Red, also leichtgängige lineare Schalter, verbaut. Allerding ist das Modell auch mit MX Browns und MX Blues erhältlich. Damit hätten wir dann auch den Hauptunterschied zur mit Topre-Schaltern ausgestatteten Novatouch gefunden.

Unter den großen Tasten befinden sich Cherry-Stabilisatoren.

Cherry-Stabilisatoren und MX-Red-Schalter mit LEDs
Cherry-Stabilisatoren und MX-Red-Schalter mit LEDs

Spieletauglichkeit und Beleuchtung

Mit dem Test von Microsoft zum Keyrollover (übrigens die einzige Anwendung, bei der ich eine deaktivierbare Windowstaste schätze) finden wir heraus: NKRO ist vorhanden.
Cooler Master richtet sich mit diesem Produkt auch an Spieler, aber sowieso muss grundsätzlich mit jeder Tastatur im Test ein Spielchen gewagt werden. In diesem Fall ergaben sich beim Spiel Saints Row: Gat out of Hell keinerlei Probleme, so dass durchaus Spieletauglichkeit attestiert werden kann.

Ä-Taste mit Beleuchtung
Ä-Taste mit Beleuchtung

Bei der Beleuchtung gibt es fünf Modi und fünf Helligkeitsstufen, darunter zwei reaktive Modi „ActivLite“, bei denen die Tasten nach Betätigung einmal kurz und einmal mit Fade-Out aufleuchten. Daneben exisitert auch Vollbeleuchtung, ein Atmen-Modus und einer, bei dem nur WASD und die Pfeiltasten beleuchtet werden.
Als Farbe steht nur weiß zur Verfügung, was ziemlich selten ist.

Die weiß lackierte Metallplatte reflektiert das Licht und weckt so bei aktiver Dauerbeleuchtung den Eindruck schwebender Tasten. Mir persönlich gefällt das sehr, v.a. bei den weißen LEDs halte ich eien weißen Hintergrund für sinnvoll.
Das sog. Flexen, also das Durchbiegen bei Druck auf einzelne Schalter ist bemerkenswert gering.

Die Ausleuchtung der Beschriftung ist wie bei der ’normalen‘ LED-Platzierung bei intransparenten Schaltergehäusen üblich nur für die obere Hälfte der Tastenkappen als gut anzusehen.

Nur bei aktiviertem Capslock leuchtet die entsprechende Taste, dann aber mit voller Helligkeit. Genauso die Rollen-Taste und die Druck-Taste (diese bei dektivierter Windowstaste), so dass vom Nutzer tortz kompakter Bauweise und Hintergrundbeleuchtung schnell und bequem erfasst werden kann ob die jeweilige Funktion aktiv ist.

CM wirbt mit einem 32-bit-ARM-Cortex-Prozessor und 128 kB Speicher. Damit einher geht die in vier Stufen verstellbare Repeat-Rate; die USB-Polling-Rate liegt konstant bei 1 kHz.

Aktive Beleuchtung bei Dunkelheit
Aktive Beleuchtung bei Dunkelheit

Tastenkappen

ABS-Tastenkappe (coated & lasered)
ABS-Tastenkappe (coated & lasered)

Die Tastenkappen sind typisch für beleuchtete Mechas aus lichtdurchlässigem ABS gefertigt, welches mit schwarzer Farbe überzogen und aus der die Legenden herausgelasert wurden. Das Profil ist zylindrisch.

Über die Schriftart (font) ist man sich in den Foren nicht ganz einig, ich persönlich finde sie ganz in Ordnung. Nicht ganz optimal geraten sind vielleicht das „A“ bzw. „Ä“ und die „5“.
Die taktilen Markierungen auf F und J sind angenehm präzise zu erfühlen.

Beim Aufschlag der Tasten auf die Metallplatte (Bottom-out) ertönt ein recht tiefes, zufriedenstellendes „tock“, welches bei Bedarf natürlich durch O-Ringe (nicht im Lieferumfang) gedämpft werden kann.
Da Cherry-MX-Schalter eingesetzt werden und die unterste Tastenreihe nur über 1,25U-Modifier verfügt ist es auch erfreulicherweise leicht alternative Kappensets zu finden.

Innenseite der Keycap
Innenseite der Keycap

 

Fazit: Rapid-i

Cooler Master bietet mit der Quickfire Rapid-i eine ziemlich günstige (UVP: 99€) spieletaugliche TKL mit Beleuchtung. Die Verarbeitung ist durchgehend sehr gut, Features gibt es mehr als ausreichend. Kleine Kritikpunkte bleiben die Font und die Softtouch-Oberfläche, aber dennoch erhält man mit der Rapid-i ein rundes Gesamtpaket.

Vielen Dank an Cooler Master für das kostenlose Bereitstellen der Rapid-i für diesen Test.

5 Gedanken zu „Review: Cooler Master Quickfire Rapid-i“

  1. …wenn sie überhaupt mit Blues erscheint. Die Quickfire TK war damals zunächst auch mit Blues gelistet, gab es aber tatsächlich nie in ISO-DE zu kaufen.

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    • CM hat mitgeteilt, dass es die Version mit Blues nicht in ISO-DE geben wird. Gleichzeitig hat mein Kontakt dort eine Fullsize-Version der Rapid-i angekündigt, die auch noch zwei weitere neue Features bringen soll. ETA: Q3 2015.

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  2. Ich nutze die Rapid-I jetzt auch seit knapp drei Wochen und hab bisher an der Verarbeitung sowie am Schreibgefühl absolut nichts auszusetzen.
    Was ich ein wenig schade finde ist dass sich die Leute bei Coolermaster wohl nicht so ganz einig waren was die Beleuchtung angeht. So beispielsweise die Tatsache, dass bei den frei konfigurierbaren Profilen die dazugehörige Profiltaste (F9-12 bzw. M1-4) immer auf voller Helligkeit leuchtet, egal wie man die restlichen Tasten regelt. Das gleiche mit den Lock-Tasten, was du ja auch positiv siehst. Da ich aber vor allem im Augenwinkel für sowas sehr empfindlich bin fällt mir das dann doch störend auf. Die Lock-Tasten nutze ich zum Glück sogut wie nie, aber für die Profile ist das schon sehr schade.
    Vielleicht lässt sich da ja was mit einem Firmware-Update machen, sollte ja eigentlich problemlos möglich sein.
    Ansonsten bin ich aber bisher äußerst zufrieden mit meiner ersten Mecha…möglicherweise setz ich mir noch O-Ringe drunter, ansonsten ist das Teil gut so wie es ist 😉

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